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11. Oktober 2026

Warum Schlagzeug spielen gut für dich ist!

Warum Schlagzeug spielen gut für dich ist!

Schlagzeug spielen macht glücklich, hält fit und baut Stress ab. Das sind die Gründe aus unserem Podcast, von Teamgefühl bis Flow

Warum ist Schlagzeug spielen gut für dich?

Ist Schlagzeug ein richtiges Instrument oder nur ein Trampolin zum Draufhauen? Gute Frage, vor allem, wenn du überlegst, selbst anzufangen, oder wenn du Eltern bist und dein Kind unbedingt trommeln will. Wir haben unsere Notizen verglichen und alles zusammengetragen, was uns dazu eingefallen ist. Kleiner Disclaimer vorweg: Wir haben Fakten recherchiert, aber wir sind keine Wissenschaftler. Wir erzählen aus eigener Erfahrung und aus der unserer Schüler.

Kurz und schmerzlos: Schlagzeug spielen macht glücklich, bringt dich in Bewegung, baut Stress ab und verbindet dich mit anderen Menschen. Und das Wichtigste steht ganz am Ende: Es macht verdammt viel Spaß.

Trommeln ist uralt und steckt in uns drin

Das Trommeln gehört vermutlich zu den ältesten Instrumenten überhaupt. Schon in der Steinzeit haben Menschen damit Geräusche gemacht und Botschaften übermittelt. Die Trommel war im Grunde ein Kommunikationsinstrument.

Noch weiter zurück geht der Herzschlag der Mutter im Bauch. Wir reagieren von Anfang an auf Rhythmus. Wir laufen rhythmisch, wir sprechen rhythmisch, und deshalb glauben wir, dass Rhythmus eine ganz grundlegende menschliche Fähigkeit ist. Dass es trotzdem ziemlich schwer sein kann, bei einer Veranstaltung auf Zwei und Vier zu klatschen, ist ein anderes Thema. In Deutschland klatscht die Halle gerne auf Eins, Zwei, Drei, Vier, und wer auf Zwei und Vier klatscht, ist der Rebell.

Schlagzeug ist Teamarbeit

Ein Klavier kannst du alleine spielen und dabei glücklich werden. Beim Schlagzeug läuft das anders. Wir spielen selten allein, und selbst dann meistens zu Playbacks oder Tracks. Schlagzeug ist einfach kein Soloinstrument.

Das hat einen schönen Nebeneffekt: Du trainierst automatisch soziale Fähigkeiten. Du musst zuhören, was die anderen spielen, überlegen, was dazu Sinn macht, und darauf reagieren. Du kannst nicht einfach dein Ding runterspielen, sondern brauchst ein offenes Ohr und einen wachen Geist. Wer schon mal mit anderen zusammen getrommelt hat, kennt auch dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit. Man sitzt in einem Raum und redet irgendwie miteinander, ohne ein Wort zu sagen.

Glücklich, belastbar und weniger schmerzempfindlich

Es gibt Studien, nach denen Schlagzeug spielen glücklich macht. Dabei geht es vor allem um die Ausschüttung von Endorphinen. Die wirken im Gehirn ähnlich wie Opiate. In den Tests wurde unter anderem die Schmerzempfindlichkeit gemessen, und die ist durch das Schlagzeugspielen zurückgegangen. Glücksempfinden, weniger Schmerzempfindlichkeit, Resilienz: Alles, was dich stark macht, ist eine tolle Sache. Wie weit das auch für andere Instrumente gilt, wissen wir nicht, aber diese Studien gibt es tatsächlich zum Schlagzeug.

Schlagzeug ist Sport (wenn du willst)

Schlagzeug ist eines der körperlichsten Instrumente, die es gibt. Du bewegst dich von Kopf bis Fuß, irgendwo zwischen Tanzen und Musizieren, und das auch noch auf die Nanosekunde genau.

Richtung Rock oder Metal ist eine Stunde Durchspielen echter Sport. Einer von uns hat sich gerade auf einen Gig am Wochenende vorbereitet, eine Stunde lang ein Set aus ACDC und Foo Fighters durchgespielt und war danach fix und fertig. Das spricht natürlich auch dafür, dass er sonst kein Sportprogramm im Alltag hat, aber das lassen wir mal so stehen. Positive Effekte aufs Herz-Kreislauf-System sind jedenfalls drin. Wer Eloy Casagrande zuschaut, kriegt vom Zugucken Herzrasen. Der Mann verbrennt pro Minute gefühlt 1000 Kalorien, wahrscheinlich sogar mehr, und sieht entsprechend aus.

Es muss aber nicht so sein. Du kannst auch mit 80 gemütlich Jazz spielen und mit den Besen rumfuchteln. Das macht ebenfalls glücklich. Und mit der Zeit gewöhnst du dich an die Bewegung. Du hast deine Komfortzone und kannst regelmäßig spielen, ohne dich totzuschuften. Bei Blues zum Beispiel ist das von der Ausdauer her deutlich entspannter.

Stressabbau und Flow: Schlagzeug als Meditation

Für uns beide ganz weit oben: Schlagzeug spielen reduziert Stress und ist für uns eine Art Meditation. Das erinnert an den sogenannten Flow-Zustand, den der Psychologe Mihály Csíkszentmihályi beschrieben hat. Man ist gedankenlos, im Hier und Jetzt, und genau so fühlt sich Schlagzeugspielen für uns an, wenn es läuft.

Das gilt allerdings nicht, wenn du gerade neue Sachen lernst und mit dem Kopf die Noten durchforstest. Wenn du aber etwas gut eingeübt hast und einfach loslegst, ist das ein Gefühl, das man kaum beschreiben kann. Ein Groove, den du fünf bis zehn Minuten einfach durchhältst, ist eine Art Meditation. Du verlierst dich darin. Und dass Meditation das Gehirn verändert, ist nachgewiesen.

Ein ähnliches Thema ist ADHS. Viele denken, so jemand haut halt ohne Ende auf dem Schlagzeug rum und das sei die Therapie. Wir glauben das nicht. Wir glauben, der therapeutische Effekt kommt davon, dass man in den Flow kommt und im Hier und Jetzt ist. Menschen, die sonst dauernd abgelenkt sind und von A nach B springen, können dort ihre Ruhe finden. Das sehen wir auch bei Schülern hin und wieder. Das ist unsere Erfahrung und keine medizinische Aussage.

Beim Schlagzeugspielen geht es auch gar nicht anders: Du hörst im Moment zu, was um dich herum gespielt wird, und du spielst im Moment. Klar bist du im Kopf immer ein Stück weiter und weißt, was als Nächstes kommt, aber zum großen Teil passiert alles im Jetzt.

Sind Schlagzeuger schlauer?

Wir haben im Rolling Stone einen Artikel gefunden, dessen Überschrift sinngemäß lautet: Studie beweist, dass Drummer die intelligentesten Musiker sind. Das lassen wir mal so stehen, denn direkt belegen kann man das wahrscheinlich nicht. Vermutlich geht es darum, dass man ins Gehirn schaut und sieht, welche Verknüpfungen sich verstärken und verdicken, und daraus Rückschlüsse zieht. Schaden tut es auf jeden Fall nicht.

Dass der Drummer hinten sitzt und nur stört, stimmt ohnehin nicht. In den letzten 50 Jahren haben oft Drummer Bands geleitet und Songs oder Texte geschrieben. Bei einem Konzert hat zuletzt ein Sänger zugegeben, dass der Schlagzeuger die Texte schreibt. Und bei Queen ist Roger Taylor für einige der größten Songs verantwortlich. Die Leute dürfen ruhig mal die Augen aufmachen, was Drummer tatsächlich draufhaben.

Unterm Strich

Wir glauben, dass in den nächsten 10 bis 20 Jahren noch einiges an Studien dazukommt, gerade im medizinischen Bereich. Irgendwo an der Uni sitzt bestimmt jemand, der zufällig selbst Schlagzeug spielt und Lust auf so eine Studie hat. Aber das Allerwichtigste ist für uns: Schlagzeug spielen macht verdammt viel Spaß. Es ist ein geiles Hobby, es fühlt sich gut an, und mit einem guten Gefühl nach Hause zu gehen, wer will das nicht?

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, anzufangen, schau dir unseren Grundlagenkurs an.

Du weißt noch nicht, wo du einsteigen sollst?

Egal worum es in diesem Artikel ging, wichtiger ist sowieso die Frage, wo du gerade stehst und was als Nächstes für dich dran ist. Wenn du dich fürs Schlagzeugspielen interessierst, aber noch nicht so richtig weißt, wo du überhaupt anfangen sollst, dann schau dir gerne unseren kostenlosen Kompass an. Nach ein paar kurzen Fragen sagt er dir genau, wo deine Reise am Schlagzeug beginnt, und falls du schon etwas fortgeschritten bist, wie du zum nächsten Level kommst.

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Vorschaubild: Video zu Warum Schlagzeug spielen gut für dich ist!

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